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Mittwoch, 28. März 2012

Spannung und Motivation – auch im Mathematikunterricht




«Frau Mohr, wir kennen jetzt die Ausweisnummer vom Erpresser!» Mit diesen Worten empfing mich vor Jahren meine 7. Klasse nicht wie gewohnt im Schulzimmer, sondern bereits erwartungsvoll und aufgeregt auf dem Gang. Ich hatte ihnen am Ende der vorangegangenen Stunde ohne weiteren Kommentar meinen ersten Krimi («Die Erpressung») vorgelesen. Nun konnten die Schülerinnen und Schüler den Beginn der Mathematikstunde kaum abwarten, um endlich stolz ihren «Ermittlungsweg» vorzustellen, der nichts anderes war als die Lösung einer linearen Gleichung.

Deutlich zeigt sich die Motivation, die entsteht, wenn Schülerinnen und Schüler in eine Krimigeschichte eintauchen und einen Fall lösen wollen! Dass sie dabei mathematische Kenntnisse und Fähigkeiten anwenden, ist ihnen oft gar nicht bewusst. Sie sind hartnäckig und wollen genauso schlau wie der Kommissar sein, wenn nicht sogar etwas schlauer ...
Seien wir einmal ehrlich: Diesen Effekt kennen wir doch auch, wenn wir uns im Fernsehen einen Kriminalfilm anschauen. Wollen wir da nicht auch schon vor dem Ende des Films den Täter oder die Täterin entlarvt haben? Haben wir nicht auch das Bedürfnis, unsere Überlegungen den Mitzuschauenden zu erklären?

Mathematische Krimis im Unterricht zu verwenden, wird zum Selbstläufer. Sie entwickeln eine wunderbare Eigenendynamik, die nicht mehr zu bremsen ist, bis der Fall gelöst ist. Sie bringen Leben, Spannung und grossen Spass ins Schulzimmer. [Vivian Mohr, Autorin]


Und ausserdem ...
Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur zu argumentieren und mathematische Darstellungen zu verwenden. Beim Bearbeiten entstehen viele Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren sowie Ideen, Überlegungen und Lösungen auszutauschen oder vor der Klasse zu präsentieren. Und ausserdem: Motivieren Sie Ihre Kollegin / Ihren Kollegen eine Krimigeschichte im Deutschunterricht lesen zu lassen und dabei die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler zu trainieren.


Mit den kreativen Aufgaben wird auch die Schreibkompetenz trainiert: Die Kinder sind aufgefordert, mit Fantasie eigene Texte zu verfassen.


Inhalte aus dem Werk "Kriminell gut rechnen 7–9":
Zahlenfolgen, Teilbarkeit, Primzahlen, Erweitern, Flächeninhalt von Rechtecken, Wertetabelle,  Proportion, Linerare Funktion, Gleichungen, Umkreis von Dreiecken, Satz von Pythagoras, Gleichungssysteme, Volumenberechnung

Donnerstag, 23. Februar 2012


Elektronische Schulwandbilder: Was ist das?

Wer erinnert sich noch an die Schulwandbilder der 50-er, 60-er und 70-er Jahre? Es waren Bildtafeln, die auf Karton aufgezogen im Klassenzimmer hingen und die ohne Worte eine Fülle von Einzelheiten zeigten. „Der Ameisenhaufen“, „Die mittelalterliche Burg“, „Strom aus dem Stausee“ und wie sie alle hiessen. Grafisch und inhaltlich sind diese Bilder veraltet, doch die didaktische Idee spricht nach wie vor für sich.
Die elektronischen Schulwandbilder nehmen die alte Grundidee auf und führen sie mit modernen Mitteln und zu aktuellen Themen weiter. Sie sind grundsätzlich für den Einsatz mit dem Beamer entwickelt worden, können aber auch ohne Beamer, in der Kleingruppe oder in Einzel- und Partnerarbeit, am Bildschirm eingesetzt werden. Jedes Hauptbild erscheint bildschirmfüllend und zunächst ohne Erklärungen. Dadurch wird die Konzentration auf die exakte Beobachtung gebündelt. Für jede einzelne Ansicht ist genügend Betrachtungszeit einzurechnen. Später kann die Legende eingeblendet werden, und über diese klickt man sich weiter ins Thema hinein. Die meisten Bilder sind nur mit knappen textlichen Erklärungen versehen. Die Grafiken und Fotos sollen zum Nachdenken, zum Diskutieren und zum eigenen Recherchieren anregen. Hektisches Hin- und Herspringen ist zu vermeiden. Vielmehr fördert eine beschauliche Betrachtungsweise einzelner Themenbereiche das genaue Beobachten,  Rapportieren und Nachdenken. Dank der elektronischen Speichermöglichkeiten können die Themen abschliessend und umfassend dargestellt werden, ohne dass das einzelne Bild überladen wird (an die 100 Screens pro Werk). 
Über die Taste „Info.pdf“ kann jederzeit direkt auf ein Informationsdokument zurückgegriffen werden. Dieses Dokument kann am Bildschirm gelesen oder ausgedruckt werden (A4-Seiten). Der Teil „Didaktische Hinweise“ gibt Tipps zum konkreten Einsatz im Unterricht, der Teil „Thematische Hinweise“ eignet sich auch als zusätzlicher Lesetext oder als Grundlage für weitere eigene Recherchen.

Setzen Sie die Schulwandbilder auch am White-Board ein!


Inhalte aus dem Werk „Sonne und Planeten“: 


















- Porträts (Fotos und Steckbriefinformationen von Sonne und Planeten)
- Umlaufbahnen (Grafiken zur Reihenfolge der Planeten)
- Distanzen (Grafiken zum Distanzvergleich innerhalb des Sonnensystems)

- Grössen (Grafiken zu den Grössenverhältnissen der Planeten)
- Raumfahrt (Fotos vom Abenteuer Weltraum).





















- Was ist ein Gletscher? (Überblick, Definition, Begriffe und Geschichtliches)
- Spalten (Skizzen und Grafiken zu den unterschiedlichen Spaltentypen)
- Besonderheiten (spezielle Phänomene auf der Gletscheroberfläche)

- Moränen (Skizzen und Grafiken zu den unterschiedlichen Moränentypen)

- Schmelzwasser (Bilder/Erklärungen zu Wasser, Gletschertor und Gletschermühle)
- Vorfeld (Oberflächenformen und Entwicklung der jüngeren Vegetation).


Inhalte aus dem Werk „Klimaveränderungen“:






Das elektronische Schulwandbild enthält mehrere anschauliche Animationen!











- Was ist Klima? (Begriff, System, Faktoren, Elemente, Klimazonen)
- Klimaveränderungen (natürliche und anthropogene Klimaveränderungen)


Die Themen „Natürliche Klimaveränderungen“ und „Anthropogene Klimaveränderungen“ sind wiederum in mehrere Themenbereiche aufgeteilt.